Es war schon ein lustiges Bild, als am vergangenen Samstagvormittag drei Riesen der s.Oliver Würzburg die Mehrzweckhalle des Turnvereins Mainstockheims betraten und sich von rund vierzig Jungen und Mädchen umringt sahen, die alle nur eines wissen wollten: Wie wird man mal ein ganz Großer oder eine ganz Große im Basketball? Nachdem bereits am Tag zuvor die U10 der Basketballabteilung des TV, ein kurzes Spiel in der Halbzeitpause beim Bundesligaheimspiel der Würzburger vor einem großen Publikum hatte, stand am Samstag quasi der Gegenbesuch auf dem Programm.

 

Dabei ist dies nicht unbedingt selbstverständlich, denn die beiden Spieler der ProB (2. Basketball-Bundesliga), Sebastian Rauch (29J.) und Daniel Urbano (21 J.), mussten direkt im Anschluss noch zu einem eigenen wichtigen Spiel.

„Doch gerade Termine wie diese sind ein wichtiger Bestandteil der Nachwuchsförderung im Sport“, so Dirk Altenbeck, einer von sechs Profitrainern der Würzburger Basketballer. Der sogenannte Mini-Koordinator für die Jahrgänge der U6 bis U12, leitet hauptamtlich Projekte an Schulen und Vereinen, um bei der Jugend die Begeisterung für den Basketball zu entfachen. So merkte man den Dreien sofort an, sie hatten nicht zum ersten Mal eine Horde Kinder zu bändigen, die nicht nur aus dem Umkreis von Mainstockheim gekommen waren, sondern teilweise sogar aus Iphofen, Großlangheim und Neuses am Berg.

Auf charmante Art und mit verständlichen Anweisungen wurde zunächst mit einfachen Übungen das Ballgefühl trainiert. Es folgten spielerische Einheiten zur Koordination und Körperkräftigung, sowie das kontrollierte Dribbeln des Balls. Zu guter Letzt durften die Kinder sich in kurzen Spielen messen. Den Höhepunkt des Vormittags bildete die anschließende Autogrammstunde der Profis. So wurden geduldig Dutzende mitgebrachter T-Shirts, Poster und Basketbälle signiert.

 

Investion in die Zukunft

Für den Mainstockheimer Turnverein war der Termin mehr als eine reine Werbeveranstaltung. So zeigten etliche interessierte Kinder bereits ein gewisses Talent und einen guten Überblick für den Spielablauf, weshalb sie dem vierköpfigen Trainerstab der Mainstockheimer Basketballabteilung ins Auge fielen. Obwohl erst vor zweieinhalb Jahren mit nur sechs Kindern durch Herrn Jürgen Sodemann (ehem. BL-Schiedsrichter, auch international, sowie Schiedsrichterausbilder) gegründet, ist man mittlerweile mit drei Mannschaften im Jugend-Spielbetrieb vertreten.

Das Basketball-Gen hat Herr Sodemann, der für alle Jahrgänge vor allem individuelles Technik- und Wurftraining anbietet, seiner Tochter vererbt. Sonja Zühlke, ehemalige Regionalligaspielerin und –schiedsrichterin, leitet die Mainstockheimer Basketballabteilung, ist selbst lizensierte Trainerin und betreut die jüngeren Kinder und älteren Mädchen. Die Buben werden von Charlton-John Golliday trainiert, der selbst jahrelang in der Bayernliga punktete und ebenfalls lizensierter Trainer ist. Und weil bereits die Kleinsten den Sport der ganz Großen machen möchten, kümmert sich die lizensierte Übungsleiterin Christiane Fechner-Hornig um die Jüngsten. Bei ihr lernen die Kinder in erster Linie Körperstabilität, Gleichgewicht und die Grundlagen des Basketballs.

 

Neue Talente gesucht

Dass Basketball in Mainstockheim eine derartige Entwicklung vollziehen würde, hätte vor ein paar Jahren wohl kaum jemand im Unterfränkischen Weinort erwartet. Doch ob bei Auswärts- oder Heimspielen, sowohl Eltern als auch Freunde unterstützen die Nachswuchssportler mit selbstgebastelten Transparenten, feuern lautstark bis an die Grenze zur Heiserkeit an und feiern jeden Punkt ihrer Kinder. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls immer gesorgt.

Um sich auch weiterhin in der Liga zu etablieren, heißt der Verein jeder Zeit interessierte Kinder willkommen. Vor allem Mädchen der Jahrgänge 2005 bis 2007 sind gerne gesehen, damit eine reine Mädchenmannschaft für die kommende Saison gemeldet werden kann.

Wenn Sie neugierig geworden sind, besuchen Sie die Homepage www.tv-mainstockheim.de und informieren sich über die einzelnen Trainingszeiten und Ansprechpartner.

 

Übrigens, groß muss man eigentlich gar nicht sein, um den Korb zu treffen. Wer es nicht glaubt, kann sich gerne vom Gegenteil überzeugen, wenn es in Mainstockheim wieder heißt: 1,2,3,4, dieses Spiel gewinnen wir! Minitigers GO!!!